Weisenblasen 2017 Nachbericht

Altenmarkter Weisenblasen erneut Publikumsmagnet

Wieder sehr viele Gäste im Baumburger Klosterhof – Musik von Dachgauben, Jägerstand und Bühnen

 

Altenmarkt. Auch dieses Jahr hatte der Altenmarkter Musikverein Glück mit dem Wetter bei seinem 6. Weisenblasen im Baumburger Klosterhof. Trotz drohender dunkler Wolken blieb es bis kurz vor Mitternacht sommerlich warm und trocken, so dass sieben Musikgruppen aus der Region mit stimmungsvollen Weisen vor der Baumburger Kirche knapp tausend Gäste unterhielten.

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Es ist jedes Jahr ein besonderes musikalisches Erlebnis, das der dieses Jahr verstorbene Altenmarkter Kapellmeister Franz Obernhuber vor sechs Jahren ins Leben gerufen hatte: eine Tradition aus Österreich, bei der verschiedene Musikgruppen ihre Weisen von verschiedenen Standorten ins Klosterhofrund vortragen. Wie Musikvereinsvorsitzender Richard Mauler zu Recht feststellte, eine Tradition, die sich auch in  Altenmarkt mit großem Anklang etabliert hatte. Dieses Jahr stimmten zunächst die Altenmarkter Nachwuchsmusiker, die „Blue Panthers“ angeleitet von Franz Georg in diesen sommerlichen Abend im Klosterhof ein, bevor im Anschluss die Musikkapelle Inzing-Törring die musikalische Unterhaltung bis zum Beginn des eigentlichen Weisenblasens übernahm.

Zunächst stellten sich die sechs Musikgruppen einzeln auf der „See“-Bühne vor Baumburger Weiher vor, ehe sie sich anschließend auf den Weg zu ihren Standorten rund um die fast tausend Zuhörer machten. Den ersten Reigen eröffnete die vier Traunwalchener Musiker malerisch vor der Baumburger Kirche postiert mit ihrer Weise „Am Felsengrab“. Ihr folgten das Alphornbläser-Trio aus Leutkirch bei Kempten mit „Abendruh“. Vorsitzenden Richard Mauler freute besonders, die drei weitgereisten Musiker bereits zum fünften Mal in Folge in Baumburg begrüßen zu dürfen. Die Stadtkapelle Trostberg, die Anfang September ihren 60. „Geburtstag“ feiert, spielte von der zweiten Bühne vorm Pfarrhof „Im Kiefernwald“. Die erste Gauben-Musik stellte das Quartett der Musikkapelle Inzing-Törring vom Balkon des Seminarhotels Binkert. Den Jägerstand besetzte eine Abordnung der Musikkapelle aus Nußdorf. Den Kreis schlossen schließlich die Gastgeber mit vier jungen Musikerinnen und Musikern, die von der hohen Dachgaube der Baumburger Klosterbrauerei ins Rund spielten. Während des jeweiligen Weisenspiels herrschte respektvolle Stille, damit die einzelnen Stücke entsprechend zur Geltung kamen.

Zum Ratschen, Essen und Trinken hatte man in den „Weisen-Pausen“ Zeit. Zur besonderen Stimmung trug an diesem lauen Abend nicht nur die Musik der Weisenbläser bei, sondern auch die von Stefan Meier erneut gekonnt postierten Lichtelemente, welche den gesamten Klosterhof in eine bunte Lichterkulisse verwandelten. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: der Musikverein hatte mit tatkräftiger Unterstützung aus den eigenen Reihen für Speisen und Getränke gesorgt.

Für den krönenden Abschluss des Weisenblasens war erneut ein ebenso buntes Feuerwerk vorgesehen, welches dieses Jahr eher startete, wohl auch um angesichts der drohenden Gewitterstimmung noch einen gelungenen Abschluss für einen erneut sehr ansprechenden Abend präsentieren zu können. -sts

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